Geschichte eines Traditionsunternehmens

Im Jahre 1935 gr├╝ndete Herr Max D├╝pre sen. ein Unternehmen, das sich zun├Ąchst mit der Herstellung von Holzkohle besch├Ąftigte. Von 1935 bis 1937 brannte er zusammen mit seinem Vater in den W├Ąldern rund um Damflos Holzkohle und verkaufte diese. Im Jahr 1937 begann er mit seinen ersten Mitarbeitern im gro├čen Stil Holzkohle zu brennen. In diesem Jahr erh├Âhte sich die Zahl der Belegschaft auf 30, die im Hochwald und in Biblis gro├če Holzkohlemeiler aufbauten. Diese wurden angez├╝ndet und brannten 7 bis 10 Tage. Danach konnte man die Holzkohle entnehmen und verkaufen.

1938 bis 1942 - Kriegszeiten

1938 wurde das Gesch├Ąft um 2 weitere Sparten erweitert: Eine Kolonne sch├Ąlte Buchenholz, eine Andere begann in Damflos einen Steinbruchbetrieb. Produziert wurden Mauer- und Fugensteine und Natursteinplatten. Die erste mit diesen Materialien belieferte Baustelle war der Bau der Volksschule in Hermeskeil.

Die Steine in der Gr├Â├če von 1,0 bis 1,5 cbm wurden per Hand aus der Steinbruchwand herausgebrochen und ├╝ber Holzpritschen mit 5 ÔÇô 6 Mann auf LKWÔÇÖs verladen. Zu dieser Zeit fuhren Transportunternehmen LKWs mit 3-to Ladungsbeschr├Ąnkung, so dass nur 1 ÔÇô 2 Steine pro Ladung transportiert werden konnten.

Als dann im Hochwald mit dem Bau der Autobahn begonnen wurde gr├╝ndeten Herr Max D├╝pre sen. und Herr Jakob Probst am 22.07.1941 eine neue Gesellschaft: die Fa. D├╝pre-Probst Bauunternehmung.
Erste Auftr├Ąge waren der Abtrag von Mutterboden auf dem Autobahnlos ÔÇ×Friesengraben bis FraubachÔÇť und die Instandsetzung von im Krieg zerst├Ârten H├Ąusern in Rubenheim, nahe der franz├Âsischen Grenze.

Nach und nach erh├Âhte sich die Zahl der Mitarbeiter bis zum Jahr 1942 auf 300 Mann. Die meisten davon kamen aus Damflos und Umgebung.

Gleichzeitig lief auch der Steinbruchbetrieb weiter.

1942 bis 1947 - Neuanfang nach dem Krieg

Mitte 1942 jedoch wurden aufgrund der Ostfeldz├╝ge die meisten der Mitarbeiter sowie die beiden Gesellschafter zum Wehr- und Kriegsdienst eingezogen. Die Aktivit├Ąten der Firma wurden eingestellt.
Erst 2 Jahre nach Kriegsende, 1947, nahm die Gesellschaft D├╝pre & Probst GmbH die Arbeit wieder auf.

Die Produktion von Steinen lief gut an, jedoch fielen beim Behauen der Steine immer mehr Abf├Ąlle an. Diese konnten zu diesem Zeitpunkt nicht verkauft werden und mussten auf Mieten gelagert werden. Die Gesellschaft machte aus dieser Not eine Tugend und erweiterte ihre T├Ątigkeiten um den Betriebszweig ÔÇ×Stra├čenbauÔÇť.
Die Steinabf├Ąlle wurden zu Schotter zerkleinert (damals noch von Hand!), zus├Ątzlich wurden Produkte wie Packlagesteine und Grobschlag ins Steinbruchsortiment aufgenommen. Der erste Auftrag war der Bau einer Stra├če in Hermeskeil (zum Tivoli).
In dieser Zeit wurde ein weiterer Steinbruch am Diebeskopf in Betrieb genommen, um den gesteigerten Materialbedarf zu decken. Im Steinbruch in Damflos wurde eine Brechanlage eingesetzt, die die Steine zu Schotter und Splitt zerkleinerte und den Ablauf wesentlich erleichterte.  

1948 bis 1952 - schwierige Zeiten

In der Zeit von 1948 bis 1952 arbeiteten 70 Mitarbeiter f├╝r die Fa. D├╝pre & Probst GmbH, B├╝roleiter war H. Tillmann.

Bedingt durch pers├Ânliche und finanzielle Schwierigkeiten trennten sich die beiden Kaufleute Jakob Probst und Max D├╝pre sen.
Ger├Ąte und Verbindlichkeiten wurden je zur H├Ąlfte geteilt, die Aufl├Âsung wurde durch Herrn Tillmann ├╝bernommen.

Beide Kaufleute begannen eine eigenes Unternehmen.
Die ehemaligen Mitarbeiter der D├╝pre & Probst GmbH entschieden selbst, in welchem Unternehmen sie weiterbesch├Ąftigt sein wollten.
Mit finanzieller Unterst├╝tzung seines Bruders aus den USA gelang es Max D├╝pre seinen Verbindlichkeiten nachzukommen und seinen neuen Betrieb mit 25 Mitarbeitern im Damfloser Steinbruch wiederaufzunehmen.
Neuer B├╝roleiter wurde Herr Gehrmann, die neuen Gesch├Ąftsr├Ąume wurden in der Triererstra├če in Hermeskeil eingerichtet.

Die Firma hie├č nun
Max D├╝pre ÔÇô Hermeskeil
Bauunternehmung und Steinbruchbetrieb

1952 bis 1959 - Die Zeiten des Aufschwungs

Zus├Ątzlich zur alten Produktpalette wurden im Steinbruch nun auch Bordsteine produziert, welche im Stra├čenbau eingesetzt wurden. Die Produktion musste jedoch wieder eingestellt werden, da die Steine nicht die erforderliche Festigkeit und Frostsicherheit aufwiesen.

Erste Bauma├čnahmen waren der Ausbau der Ortslage B├Ârfink, die Verbindungsstra├če von Kell nach Schillingen und verschieden Stra├čen in Hermeskeil.

Neben Stra├čen- und Hochbau begann die Firma im Jahr 1955 auch mit dem Kabelbau. Erste Bauma├čnahme war die Verlegung eines Postkabels von Thalfang nach Malborn. Zu dieser Zeit besch├Ąftigte die Firma etwa 250 Mitarbeiter.
Im Zuge des Aufschwunges 1950 ÔÇô 1960 modernisierte die Firma auch den Stra├čenbaubereich durch Zukauf einiger Maschinen, die die k├Ârperliche Arbeit wesentlich erleichterten und beschleunigten.

1959 bis 1967 - Die Firma w├Ąchst

1959 wurde die Produktion im Steinbruch eingestellt, da die in der Grauwacke befindlichen Schiefereinlagen sich als nicht Frostbest├Ąndig erwiesen.

In diesem Jahr wurden auch die B├╝ror├Ąume in der Triererstra├če zu klein. Es wurden neue B├╝ror├Ąume in der Donatusstra├če in Hermeskeil angemietet. Auch wurde ein Gel├Ąnde nahe des alten Sportplatzes in Hermeskeil gekauft, auf dem Bauhof und B├╝ror├Ąume vereinigt werden sollten.

Herr D├╝pre baute ein Wohn- und Gesch├Ąftshaus in der Triererstra├če 68, dessen Erdgeschoss und B├╝ro er bezog. 1962 ÔÇô 63 war der erste Bauabschnitt des Bauhofes bezugsfertig. Eine Werkstatt mit Nebenr├Ąumen, eine KFZ-Halle und ein neues, gro├čes B├╝ro standen nun zur Verf├╝gung. Hier erreichten eine Vielzahl von Fachkr├Ąften zusammen mit der Gesch├Ąftsleitung einen anerkannten Standart.

Die Modernisierung und Maschinisierung brachte immer gr├Â├čeren Arbeitsbedarf, -vorbereitung und genauere Einteilung. So wurden nach und nach die technischen und kaufm├Ąnnischen Abteilungen auf EDV umgestellt. Es begann 1966 mit einer Lohn- und Finanzbuchhaltung. Im darauffolgenden Jahr schlossen sich Teile der Kalkulation und Bauabrechnung an.

Auch die Arbeitsabl├Ąufe wurden immer anspruchsvoller, die technische Leitung der Firma immer qualifizierter. Ingenieur- und Hochbau wurden gleichzeitig modernisiert. Selbst gr├Â├čere Br├╝ckenbauwerke konnten so zum Teil selbst berechnet werden! Dies stellte sich als sehr vorteilhaft heraus, da bei vielen gr├Â├čeren Bauma├čnahmen Stra├čen- und Br├╝ckenbau im gleichen Leistungsverzeichnis ausgeschrieben waren. Auch der immer gr├Â├čer werdende Maschinenpark forderte geschultes Personal. Zun├Ąchst waren 2 Mitarbeiter f├╝r Wartung und Reparatur verantwortlich, 1965 wurde dieser Bereich von E. Eiden ├╝bernommen. 1969 war eine neue Werkstatthalle fertiggestellt, ausgestattet mit zeitgem├Ą├čen Montagegruben, Kran und erforderlichen Spezialmaschinen. Der Au├čendienst wurde von einem mobilen Werkstattwagen erledigt, der auch f├╝r gr├Â├čere Reparaturen direkt auf  der Baustelle ausgestattet war.  

1967 bis 1976 - Max D├╝pre jun. tritt in die Firma ein

1967 trat Herr Max D├╝pre jun. in die Firma ein. Zu dieser Zeit war der gr├Â├čte Teil der Infrastrukturma├čnahmen in der Region abgearbeitet. Bauprojekte wurden weniger, die Auftragslage schwieriger. Um den ge├Ąnderten Marktverh├Ąltnissen gerecht zu werden verbesserte ein Unternehmensberater (Dr. Cetti) die Firmenorganisation. Er schaffte neue Verantwortungs- und Zust├Ąndigkeitsbereiche, es konnte effizienter gearbeitet werden. Gleichzeitig wurde die Firma in eine Kommanditgemeinschaft umgewandelt und nannte sich nun:

Max D├╝pre KG
Bauunternehmung
5508 Hermeskeil
Im Adrian

Der Wirkungskreis der Firma wurde bis ca. 50 km um Hermeskeil vergr├Â├čert wodurch gr├Â├čere Bauma├čnahmen durchgef├╝hrt werden und die Kapazit├Ąt der Firma ausgelastet werden konnte.

Am 12.06.1976 starb Herr Max D├╝pre sen. pl├Âtzlich, neuer Firmenchef wurde sein Sohn Max D├╝pre jun., der das Unternehmen erfolgreich bis heute f├╝hrt.

1976 bis heute - Spezialisierung und Diversifizierung

In den Jahren 1990 ÔÇô 95 ist die Firma gr├Â├čtenteils auf den Industriebau umgestiegen, der Bereich Ingenieurbau ist weitestgehend ausgelaufen. Die Aufgabengebiete sind jedoch weitgehend im Bereich der Betonverarbeitung geblieben.

Im Stra├čenbau wurde der Maschinenbau umgestellt, um der ver├Ąnderten Auftragslage zu entsprechen. Jetzt anstehende Projekte sind vor allem Erschlie├čungsma├čnahmen f├╝r Neubaugebiete, Dorferneuerungen, Neubau und Sanierung von Kan├Ąlen usw.

Die Anzahl der Besch├Ąftigen betrug zu dieser Zeit 94 Vollzeitbesch├Ąftigte (1/3 Ingenieur- und Hochbau, 2/3 Stra├čenbau), 7 Lehrlinge und 15 Teilzeitbesch├Ąftigte.

Um die Wettbewerbsm├Âglichkeiten zu verbessern wurde in diesen Jahren zun├Ąchst eine Siebanlage gekauft, im Sommer 1994 eine Recyclinganlage. Diese erm├Âglicht es Baumaterialien zu recyceln. Somit war die Firma nun in der Lage verschiedene ben├Âtige Baustoffe selbst herzustellen